Vom Gefühl der Ohnmacht zum eigenen Depot – Simones Weg durch den Investment Code

Teilnehmerin: Simone, 42 Jahre, Polizeibeamtin

Simone ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt mit ihrer Familie in einem Häuschen. Finanzen interessierten sie eigentlich schon immer – nur den Zugang dazu hatte sie nie gefunden. Es gab eine fondsgebundene Altersvorsorge und eine Riester-Rente, die klassischen Verträge eben. Doch die jährlichen Auszüge waren ernüchternd: Statt der in Aussicht gestellten bis zu acht Prozent kamen am Ende zwischen zwei und 2,4 Prozent an – nach Abzug der Gebühren blieb fast eine schwarze Null. Heute hat Simone ihr eigenes Depot, einen gekündigten Vertrag weniger und ein Thema, das für sie inzwischen fast wie ein Hobby ist.

Ein gutes Gefühl, das lange ruhte

„Finanzen haben mich eigentlich schon immer interessiert. Ich habe aber nicht so den Zugang dazu gefunden. Das war immer so ein bisschen mein Problem“, erzählt Simone. Sie schloss Versicherungen ab, die fondsgebundene Altersvorsorge, die Riester-Rente – und dachte: „Das wird bestimmt mal gut.“

Doch die jährlichen Auszüge zeigten ein anderes Bild. „Es wurde einem irgendwie immer in Aussicht gestellt, wenn es gut läuft, kann man da bis zu acht Prozent im Jahr bekommen. Aber jedes Jahr war dieser Auszug zwischen 2 und 2,4 Prozent.“ Nach Abzug der Gebühren: „Geht es ja dann mehr oder weniger 0 auf 0 auf.“

Der Impuls: „Das kann ich selber besser“

Der Vergleich mit den tatsächlichen Börsenjahren brachte den Wendepunkt. „Ich habe dann halt auch gedacht, dass das vermutlich alles für die Kosten der Gesellschaft draufgeht, warum bei mir dann im Endeffekt nur so wenig rüberkommt. Und dann habe ich gedacht: Das kann ich selber hoffentlich besser.“

Ohne finanzielle Bildung aus der Schule fühlte sie sich zunächst verloren. Ein Buch kaufen? „Ich weiß auch nicht, ob ich dann da so ins Tun komme.“ Im Internet stieß sie schließlich auf Fortunalista: „Ich glaube, das wäre so was für mich, dass ich da einfach so ein bisschen an die Hand genommen werde.“

Von der Supermarktkasse zum Startschuss

Nach dem kostenlosen Webinar hielt sie trotzdem noch etwas zurück. „Man sucht ja dann wieder Ausreden, warum es nicht tut“ – schließlich koste es ja auch Geld, „da denkt man, ach, könnte ich auch eine Woche in Urlaub fahren für das Geld.“

Zwei, drei Wochen schwelte die Entscheidung, bis sie an der Supermarktkasse fiel: „Da war es: Ich muss das jetzt machen, ich muss jetzt starten und ich melde mich jetzt an.“ Ihrem Mann erzählte sie erst danach davon. Seine Reaktion: „Finde ich gut.“ Für sie war von Anfang an klar, dass sie sich selbst darum kümmern wollte: „Es war ja mein innerer Wunsch, da jetzt was zu verändern.“

Die Gruppe der anderen Teilnehmerinnen gab ihr zusätzlich Rückenwind: „Man fühlt sich gleich wie eine Gemeinschaft. Man sitzt ja auch so im gleichen Boot.“

Der erste ETF und ein bisschen Magie

Der erste Broker sprach sie nicht an – „das war mir zu clean“ –, also eröffnete sie ein zweites Konto bei einem anderen Anbieter, das sich richtig anfühlte. Nach der Überweisung und ein, zwei Tagen Wartezeit kam die entscheidende E-Mail: „Sie können jetzt loslegen.“

„Ich glaube, das ist schon so ein bisschen magisch, wenn man das das erste Mal macht“, erinnert sich Simone. Rückblickend bleibt vor allem eines: „Ich habe nur positive Gefühle, ich kann nichts Negatives sagen.“

Alte Verträge auf dem Prüfstand

Mit dem neuen Wissen ging sie auch ihre bestehenden Verträge durch. Die fondsgebundene Altersvorsorge kündigte sie und ließ sich die Summe auszahlen – als Startkapital, das sie direkt investierte: „Wenn ich jetzt denke, ich habe noch 20 Jahre bis zur Rente, was ich da an Zinsen bekommen kann, da war klar: ich kündige das und lasse mir das auszahlen.“ Die Riester-Rente dagegen legte sie bewusst still, weil das in ihrem Fall mehr Sinn ergab.

Ein neues Hobby

Anderthalb Jahre später ist aus der reinen Notwendigkeit fast eine Leidenschaft geworden. „Das ist jetzt schon wie so eine Art Hobby geworden.“ Ein, zwei Podcasts pro Woche, dazu Newsletter – „das schafft man ja gar nicht, das alles zu lesen.“ Was sich am meisten verändert hat: „Man kann sogar seriöse Sachen von unseriösen unterscheiden. Das hätte ich nie gedacht.“

Nicht alles versteht sie bis heute – Kryptowährungen oder Gold bleiben für sie Bereiche ohne klares Richtig oder Falsch: „Das ist ja auch das Spannende an der Börse. Niemand weiß, was passiert.“

Ein Gefühl von purem Stolz

Vor anderthalb Jahren hätte Simone sich nicht vorstellen können, wie viel sich verändern würde: „Ich glaube, man hat die Vorstellung nicht. Das ist wirklich so eine Reise, wo Schritt für Schritt einfach entsteht.“

An andere Frauen in ihrer früheren Situation gerichtet, hat sie einen klaren Rat: „Jeder Tag, jede Stunde, die man quasi wartet, arbeitet gegen einen. Es gibt nicht den richtigen Zeitpunkt, man soll die Sachen einfach machen, die man machen will – und dann einfach am besten gleich starten.“

Das ist einfach purer Stolz, dass ich das geschafft habe. Und dann ist das auch wie so ein Puzzle: Teil zu Teil kommt hinzu, und nachher ergibt das irgendwie so ein großes Ganzes.

Simone, Investment Code Teilnehmerin

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