4 aktuelle Herausforderungen für deinen Immobilienkauf

Der Immobilienkauf ist nicht nur eine Frage des richtigen Timings und des Standorts, sondern auch des Verständnisses für die aktuellen Marktbedingungen. Erfahre vor welchen 4 Herausforderungen der Immobilienmarkt aktuell steht.

Der Immobilienmarkt ist ein dynamisches Feld, das ständigen Veränderungen unterworfen ist. Diese Veränderungen können sowohl Chancen als auch Herausforderungen für potenzielle Immobilienkäuferinnen darstellen.

Die Studie „Neue Herausforderungen für die Wohneigentumsbildung. Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen auf Nachfrage und Erschwinglichkeit“, im Auftrag der Deutsche Reihenhaus AG, Köln, hat vier große Herausforderungen identifiziert, die aktuell den Immobilienkauf beeinflussen.

1. Anstieg der Baukosten

In den letzten Jahren haben wir einen beispiellosen Anstieg der Baukosten erlebt. Bis zum Ende der 2010er Jahre stiegen die Kosten für den Neubau von Wohngebäuden jährlich um durchschnittlich 3 Prozent. Doch seit Mitte 2021 hat sich das Blatt gewendet. Die Baupreise haben mit zweistelligen Wachstumsraten zugelegt, wobei der Neubau von Wohngebäuden zwischen dem dritten Quartal 2022 und dem Vorjahresquartal um beeindruckende 16,5 Prozent teurer wurde. Diese Preissteigerungen betreffen sowohl Rohbauarbeiten, die um 15,5 Prozent zulegten, als auch Ausbauarbeiten, die sogar um 17,4 Prozent stiegen.

Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung sind die Materialkosten, die teilweise dramatische Anstiege verzeichneten. So haben sich die Preise für Flachglas oder Betonstahlmatten im Jahresverlauf nahezu verdoppelt. Obwohl auch die Personalkosten gestiegen sind, fallen sie im Vergleich zu den Materialpreisen weniger ins Gewicht. 

Diese Entwicklung stellt eine erhebliche Herausforderung für Bauherren dar, insbesondere da die Kostenanstiege erst nach und nach bei den Bauherren ankommen, bedingt durch häufig vereinbarte Festpreise bei Neubauprojekten.

2. Anstieg der allgemeinen Verbraucherpreise

Die allgemeinen Lebenshaltungskosten sind ebenfalls stark gestiegen, was die finanzielle Belastung für potenzielle Immobilienkäuferinnen weiter erhöht. Der Krieg in der Ukraine hat zu massiven Preisanstiegen bei fossilen Energieträgern geführt, was sich direkt auf die Kosten für Haushaltsenergie auswirkt. In Deutschland, wo ein großer Teil der Wohnungen mit Gas und Öl beheizt wird, sind die Energiekosten für Haushalte um 55 Prozent gestiegen.

Diese Entwicklung hat nicht nur direkte Auswirkungen auf die monatlichen Ausgaben der Haushalte, sondern auch auf ihre Fähigkeit, für den Immobilienkauf zu sparen. Darüber hinaus haben sich Nahrungsmittel im Oktober um 20,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verteuert, was die finanzielle Belastung für die Haushalte weiter erhöht.

 

3. Anstieg der Fremdfinanzierungszinsen

Eine weitere Herausforderung ist der Anstieg der Zinsen für Immobiliendarlehen, der die Finanzierung von Immobilien erheblich verteuert. Die offiziellen Statistiken der Deutschen Bundesbank verzeichneten im dritten Quartal 2022 einen durchschnittlichen Zinssatz von 3,1 Prozent für Darlehen mit einer anfänglichen Zinsbindung von über 10 Jahren – eine Verdopplung des Zinssatzes im Jahresverlauf. 

Dies hat direkte Auswirkungen auf die monatlichen Rückzahlungen und die Gesamtkosten eines Darlehens, was viele potenzielle Käuferinnen zwingt, ihre Budgets anzupassen oder ihre Kaufpläne zu verschieben.

4. Verteuerung der Wohneigentumsbildung durch politische Maßnahmen

Im Jahr 2022 haben politische Entscheidungen die Landschaft für angehende Immobilieneigentümerinnen deutlich verändert, insbesondere durch das Ende der Förderung für Gebäude der Effizienzhaus-Stufe 55 und die Einschränkung der Fördermöglichkeiten für energetische Sanierungsmaßnahmen. Diese Maßnahmen haben die finanzielle Unterstützung für den Bau und die Sanierung energieeffizienter Häuser reduziert, was die Kosten für den Immobilienerwerb spürbar erhöht hat. Besonders betroffen sind Familien, die durch das Auslaufen des Baukindergeldes nun ohne eine wichtige finanzielle Stütze dastehen, was den Traum vom eigenen Heim weiter erschwert.

Die Abschaffung der EH-55-Förderung und die Kürzung der BAFA-Fördersätze treffen in einer Zeit ein, in der die Baukosten bereits auf einem historisch hohen Niveau sind. Diese politischen Eingriffe verteuern die Wohneigentumsbildung zusätzlich und erfordern von potenziellen Käuferinnen eine sorgfältige Planung und Anpassung ihrer Finanzierungsstrategien.

Triff fundierte Entscheidungen

Du siehst: Es ist entscheidend, nicht nur die aktuellen Marktbedingungen zu verstehen, sondern auch die Auswirkungen politischer Entscheidungen und wirtschaftlicher Veränderungen auf die Erschwinglichkeit und Verfügbarkeit von Immobilien zu berücksichtigen. 

Unser Immokurs bietet hierfür eine wertvolle Unterstützung. Er nimmt Teilnehmerinnen an die Hand, indem er ihnen die Vor- und Nachteile eines Immobilienkaufs aufzeigt und wichtige Aspekte beleuchtet, die es zu beachten gilt. Mit diesem Wissen ausgestattet, kannst du die Herausforderungen des Immobilienmarktes meistern und einen fundierten Schritt in Richtung finanzielle Unabhängigkeit und Eigentum machen.

Hier findest du alle Infos zu unserem Immokurs.